veröffentlicht am Dienstag, 01.11.2016


Im Linthgebiet konnten am 25. September in fast allen Gemeinden parteilose Kandidierende Spitzenergebnisse einfahren. Besonders augenfällig ist der Trend in meiner Wohngemeinde Benken. Von den gewählten Gemeinde- und Schulräten bekennt sich gerade einmal ein Mandatsträger zu einer Partei. Im 2. Wahlgang um das Gemeindepräsidium steht in Benken am 27. typischerweise auch kein Wahlkampf zwischen zwei Parteimitgliedern, sondern vielmehr ein Duell zwischen einer CVPlerin (Heidi Romer-Jud) und einem Parteilosen an.

Parteilos zu sein ist heute positiv besetzt. Man schreibt Parteilosen zu, unabhängig zu sein und ohne Parteibuch zu politisieren. Ich bedauere diesen allgemeinen Trend zur Parteilosigkeit. Ein Bekenntnis zur Partei schärft das Profil. Der Wähler kennt die politische Grundhaltung und kann eine Person besser einschätzen. Es liegt auf der Hand, dass langjährige Parteimitglieder zudem über ein vertieftes Grundverständnis für politische Prozesse verfügen. Ausserdem ermöglicht die Parteimitgliedschaft eine Vernetzung über die Gemeindegrenzen hinaus und erlaubt somit auch das Knüpfen wertvoller Kontakte, welche im Rahmen der Tätigkeit in einer Gemeindebehörde äusserst hilfreich sein können. Gerade für das Amt des Gemeindepräsidenten scheint es für mich von grosser Wichtigkeit, eine Personen zu unterstützen, welche einer Partei angehören und für mich als Wähler greifbar ist. Konsequenterweise werde ich dies auch am 27. November in Benken tun!

Sandro Morelli, Benken, Präsident CVP Benken