veröffentlicht am Montag, 10.11.2014 15.48 Uhr


Die Ecopop-Initiative fordert, dass das jährliche Bevölkerungswachstum in der Schweiz auf 0,2% oder 16‘000 Personen begrenzt wird. Ausserdem sollen jedes Jahr über 200 Millionen Franken an Entwicklungsgelder in Verhütungsmittel und die Familienplanung von ausländischen Familien investiert werden. Dies hätte verheerende Folgen für die Schweiz. Warum?

Spätestens nach der Annahme der Initiative gegen die Masseneinwanderung im vergangenen Februar, hat der Bundesrat den Auftrag, die Einwanderung in die Schweiz zu begrenzen. Dabei kommt ihm ein gewisser Handlungsspielraum zu, da diese Initiative vorsieht, dass es das gesamtwirtschaftliche Interesse zu berücksichtigen gilt. Die Ecopop-Initiative fordert unter dem vorgeschobenen Deckmantel des Umweltschutzes ein noch statischeres Regelungssystem. Die geplante restriktive Einwanderungsbegrenzung würde unsere Wirtschaft zuungunsten aller lähmen, insbesondere wenn man bedenkt, dass bereits heute in gewissen Branchen ein akuter Personalnotstand besteht. Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass eine solche Regelung das endgültige Ende für die bilateralen Beziehungen mit der EU bedeuten würde.

Fast noch verstörender und anmassender scheint der Vorschlag, dass jährlich 200 Millionen Franken an Entwicklungsgelder für Verhütungsmittel und Familienplanung im Ausland eingesetzt werden sollen. Hätten wir Freude, wenn man uns bei der Familienplanung dreinreden würde? Die Zeit des Kolonialismus ist vorbei!

Sandro Morelli, Präsident JCVP Kanton St.Gallen, Vizepräsident CVP Linth, Benken