veröffentlicht am Sonntag, 12.02.2012 08.00 Uhr


Zum Leserbrief von Elias Hörhager in der Zürichsee-Zeitung vom 10. Februar 2012

Mit der Petition „Linthgebiet stärken!“ macht die CVP Linth klar, wofür sie steht: Sicherung des Bildungsstandorts, Verbesserung des ÖV, weniger Engpässe im Strassenverkehr und Förderung erneuerbarer Energien.

Wenn – ausgerechnet – SVP-Kandidat Hörhager von der CVP verlangt, diese Forderungen in „eine Initiative“ zu packen, ist dies wenig überlegt, denn das Unterzeichnen der Petition bietet der breiten Bevölkerung die einfachste Möglichkeit, ein Signal zu setzen, dass es endlich vorwärts gehen muss mit den Investitionen im Linthgebiet.

Dabei geben die Unterschriften genau jenen Forderungen Rückenwind, für welche die CVP Linth dank ihrer aktiven Vertretung im Kantonsrat ohnehin schon kämpft. Die Vorstösse der Linthgebieter CVP-Kantonsräte lassen sich bequem auf www.cvp-linth.ch nachlesen.

Im Bildungsbereich kämpft die CVP für das Forschungszentrum der HSR, den Neubau des BWZ und die Prüfung einer eigenen Kantonsschule für das Linthgebiet. Die SVP hat in diesen zentralen Fragen nur wenig vorzuweisen. Das geht so weit, dass die Linthgebieter SVP-Kantonsräte Bühler, Jöhl und Steiner in der entscheidenden Abstimmung sogar gegen das BWZ stimmten.

Dass sich SVP-Kandidat Hörhager für das Obertoggenburg statt für das Linthgebiet stark machen will, ist ihm überlassen. Klarzustellen ist: (1) Das Linthgebiet ist die einzige Region ohne eigene Kantonsschule, (2) zwei Drittel der Schüler in Wattwil stammen aus dem Linthgebiet, (3) die Kantonsschule Wattwil ist massiv überfüllt, (4) die St.Galler Maturitätsquote ist rekordtief und muss in den nächsten Jahren steigen.

Als ehemaliger Wattwiler Kantischüler ist mir die Kapazitätsnot in Wattwil sehr vertraut. Die Schule wurde für 400 Schüler gebaut, heute sind es fast 800. Die Schliessung der Schule steht nicht zur Debatte. Warum also nicht Wattwil entlasten und Alternativen für das Linthgebiet prüfen? Die CVP setzt sich für bessere Lösungen ein, anderen ist offenbar schon der schlechte Status quo gut genug.

Sandro Morelli, Kantonsratskandidat CVP, Benken